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Elektrifizierter Segmentbegründer:

Der neue Mercedes-Benz eSprinter

Dienstag, 07. Januar 2020, 16:00 Uhr
  • Nächster Meilenstein bei der Elektrifizierung aller gewerblich genutzten Mercedes-Benz Vans
  • Mercedes-Benz präsentiert auf Presse-Roadshow lokal emissionsfreie Mobilität für den urbanen Einsatz
  • Flexibles Batterie- und Nutzlastkonzept für unterschiedliche Kundenprofile
  • eCharging Planner als Beratungs-Tool für die Mobilitätswende in Fuhrparks

Emissionsarm, zuverlässig und flexibel: Der neue Mercedes-Benz eSprinter vereint alle Attribute, an denen Fuhrparks ihre Fahrzeuge messen. Als zweites gewerbliches Modell nach dem eVito setzt er die konsequente Elektrifizierung bei Mercedes-Benz Vans fort und wurde vom 09. bis zum 17. Dezember in sechs deutschen Großstädten der Fachpresse vorgestellt. In Kürze steht der Begründer seines Segments damit auch Gewerbekunden zur Verfügung, die lokal emissionsfrei Ware ausliefern, zur Baustelle fahren oder Servicearbeiten erledigen wollen. Welche Aspekte Fuhrparks bei der Umstellung auf den Elektroantrieb berücksichtigen müssen, beantwortet der neue eCharging Planner, der das eDrive@VANs Ökosystem um ein umfassendes Beratungstool ergänzt.

Flexibilität und Anpassungsmöglichkeit an individuelle Nutzungsprofile

Der neue Mercedes-Benz eSprinter soll ein möglichst großes Anwendungsspektrum urbaner Logistik abdecken. So steht er zunächst als Kastenwagen und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm zur Verfügung. Sein maximales Ladevolumen beträgt analog zum Sprinter mit Verbrennungsmotor 10,5 m³. Der Elektroantrieb im eSprinter treibt die Vorderräder an und leistet wie das Diesel-Einstiegsaggregat 85 kW mit einem Drehmoment von bis zu 295 Newtonmeter. Ein flexibles Zulade- und Batteriekonzept gestattet darüber hinaus eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse für den Einsatz in der Praxis. So beträgt die Reichweite mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 47 kWh (installiert: 55 kWh) 168 Kilometer[1], [2] bei einer maximalen Zuladung von 891 Kilogramm. Eine zweite Batterieoption berücksichtigt andere Prioritäten bei den Einsatzparametern: Die Konfiguration mit einer nutzbaren Kapazität von 35 kWh (installiert: 41 kWh) ermöglicht eine Reichweite von 115 Kilometern[1], [2]. Im Gegenzug steigt die maximale Zuladung auf 1.045 Kilogramm. Für Flexibilität sorgt auch die integrierte Schnelladefunktion, dank der innerhalb von 30 Minuten rund 80 Prozent der Energie nachgeladen werden können. Auch die Höchstgeschwindigkeit lässt sich passend zum Einsatzweck konfigurieren: auf ein maximales Tempo von 80 km/h, 100 km/h oder bis zu 120 km/h.

Maximal effizient dank Fahrprogrammen und Rekuperationsmodi

Flexibilität ist schließlich ebenso Trumpf bei der wichtigen Disziplin der Rekuperation: Verschiedene Modi regeln den Grad der Rückgewinnung der beim Bremsen entstandenen Energie und lassen sich durch Schaltpedale am Lenkrad optimal konfigurieren. Die vier Rekuperationsstufen „D-“, „D“, „D+“ und „D++“ werden über die Lenkradschaltpaddles ausgewählt. In der Fahrstufe D- wird das vorausschauende Fahren mit nur einem Pedal möglich. In der Stufe D++ „segelt“ der eSprinter.

Die drei Fahrprogramme „E+“, „E“ und „C“ werden über den Fahrprogrammtaster in der Mittelkonsole ausgewählt. Je nachdem fährt der eSprinter entweder besonders effizient oder legt den Fokus auf höheren Comfort, indem beispielsweise die Klimatisierung zugunsten einer höheren Reichweite angepasst wird.

Bei der Rekuperation wird Energie zurückgewonnen, wenn das Fahrzeug verzögert wird. Beispielsweise lädt die Batterie bei Bergabfahrten auf, statt die Energie beim Bremsen zu verlieren. Die jeweilige Einstellung für Fahrprogramm und Rekuperationsstufe wird im Display des Kombiinstruments angezeigt. Mit dieser intelligenten Betriebsstrategie lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Transporter mit Elektroantrieb im täglichen Betrieb auf der Straße weiter optimieren.

Die Daten des eSprinter auf einen Blick:


Max. Leistung E-Motor (kW)85
Nenndrehmoment E-Motor (Nm)295
Höchstgeschwindigkeit bis zu (km/h)80 (100; 120)
Lokale CO2-Emission (g/km)10
Maximales Ladevolumen (m3)10,5
Zulässiges Zuggesamtgewicht (kg)3.500
Zuladung (kg)1.045 / 891
Nutzbare Batteriekapazität (kWh)35/47
Installierte Batteriekapazität (kWh)41/55
Stromverbrauch (kWh/100 km)137,1 32,5[3]
Ladeleistung (kW)7,4 (AC) / serienmäßig 20, optional 80 (DC)
Elektrische Reichweite (km)120 168 km[1]
Ladezeit[4] an Wallbox oder an öffentl. Ladestation (AC Laden) (h)Ca. 6 h (AC 7,4 kW) / Ca. 30 Min (10-80 %) (DC 80 kW


eDrive Ökosystem für die individuelle Mobilitätswende

Vielen Fuhrparks und Flottenbetreibern ist wichtig, vor dem Wechsel auf elektrische Antriebe eine genaue Analyse der Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz durchzuführen. Typische Fahrprofile, Einsatzzeiten, Reichweiten sowie Ladezeiten sind hier entscheidende Parameter und bedürfen einer ganzheitlichen Betrachtung. Im Rahmen seiner eDrive@VANs-Strategie hat Mercedes-Benz Vans diesem Bedürfnis Rechnung getragen und ein Ökosystem für die individuelle Mobilitätswende etabliert. Wesentliche Punkte des Services sind die Beratung bei der Auswahl des Fahrzeugs, die Unterstützung mit neuen Tools und die Betrachtung der Gesamtbetriebskosten.

Mit seiner eVan Ready App und dem eCost Calculator verfügt Mercedes-Benz Vans bereits über hilfreiche und erfolgreich etablierte Tools, die Unternehmern und Fahrern ermöglichen, anhand von Aufzeichnungen aller Fahrten über einen bestimmten Zeitraum herauszufinden, ob ein Elektrofahrzeug für ihren Einsatzbereich geeignet ist und welche Einsparungen sich daraus ergeben würden.

In zahlreichen Kundengesprächen stellten sich jedoch vor allem bei größeren Flotten Fragen zur Ladeinfrastruktur: Können alle Fahrzeuge gleichzeitig am Betriebshof geladen werden? Reicht die aktuelle Stromversorgung aus oder sind zusätzliche Installationen erforderlich? Schließlich geht es bei der Entscheidung zum Umstieg auch um den Investitionsbedarf, der auf Fuhrparks zukommt und Einsparungen, die dem entgegenstehen.

Der in Customer Co-Creation gemeinsam von Mercedes-Benz Vans mit Kunden entwickelte eCharging Planner soll genau diese Fragen in drei Schritten beantworten. Dazu nimmt das web-basierte Tool eine auf den Betrieb zugeschnittene Analyse für den Umstieg von konventionellen auf batterieelektrische Fahrzeuge vor.

In drei Schritten zum individuellen Ergebnis

Im ersten Schritt werden die für das Energiemanagement relevanten Bedingungen erfasst: unter anderem die notwendige Größe von Fahrzeugen und Fuhrpark, die typischen Einsatzzeiten, der potenzielle Energieverbrauch sowie die Gegebenheiten am Betriebssitz. Dabei berücksichtigt der eCharging Planner auch Elektrofahrzeuge von Fremdfabrikaten, da nur die Gesamtzahl an Batteriefahrzeugen im Fuhrpark eine aussagefähige Analyse zur notwendigen Ladeinfrastruktur zulässt.

In einem zweiten Schritt analysiert der eCharging Planner bezogen auf die konkrete Einsatzsituation die Eignung und den Einsatz der peripheren Dienstleistungen und Produkte von Mercedes-Benz: die Wallbox, die Mercedes PRO-Services sowie das Intelligente Lademanagement. Schritt drei bezieht die lokalen Gegebenheiten in die Rechnung ein: darunter fallen notwendige bauliche Maßnahmen am Betriebshof ebenso wie die elektrischen Parameter Netzanschlussleistung, potenzielle Lastspitzen oder die Installation von Stromverteilern.

Im Ergebnis stellt der eCharging Planner das individuelle Ergebnis für jeden Nutzer dar. Investitions- und Betriebskosten der Umstellung werden den möglichen Einsparungen gegenübergestellt, um daraus die Amortisationsdauer zu ermitteln.

Ladeinfrastruktur: Beratung und praktische Umsetzung

Neben Analyse und Beratung bietet Mercedes-Benz auch Hardware-Lösungen für die Ladeinfrastruktur: Für Einzelkunden ist die Mercedes-Benz Wallbox Home in kompaktem und hochwertigem Design im Teilverkauf erhältlich. Sie muss von einem vom Kunden frei wählbaren fachkundigen Elektriker gemäß den lokalen Vorschriften installiert werden. Noch umfangreicher ist das Angebot für Kunden mit mehr als zwei Fahrzeugen an einem Standort: Mit dem Ladeinfrastrukturangebot für Flottenkunden begleitet Mercedes-Benz Vans Fuhrparks gemeinsam mit einem ausgewählten Partner von der Beratung und der Standortvorbereitung über die Installation der Lade-Hardware bis hin zu Wartung und Support.

Für Flottenkunden in Deutschland wird zusätzlich eine intelligente Ladelösung[5] mit Vernetzung von Fahrzeug und einer kompatiblen Ladesäule angeboten. Dadurch können Lastspitzen vermieden oder zumindest reduziert und damit Kosten eingespart werden.

Spezifische Mercedes PRO connect Mehrwertpakete für Elektrofahrzeugflotten

Von Anfang an kommen eSprinter-Kunden auch in den Genuss des im März 2019 eingeführten Mehrwertpaketes von Mercedes PRO connect, von dem speziell Flottenbetreiber profitieren, die elektrisch angetriebene Fahrzeug in ihren Fuhrpark integrieren möchten. So umfasst das Mehrwertpaket „Digitalisiertes eVan Management“ zwei Dienste, die alternativ voneinander angewendet werden können. Dank des Services „Ferngesteuertes Lademanagement“ ist es möglich, bereits vor Fahrtbeginn Fahrzeuge zu temperieren. Dadurch kann die für die Klimatisierung benötigte Batterieladung reduziert und für eine größere Reichweite eingesetzt werden. Über die Mercedes PRO connect App[6] kann der Fahrer aus der Ferne programmieren, wann er losfährt und dass das Fahrzeug temperiert sein soll. Neben dem Fahrer erhält auch der Flottenmanager im Fahrzeugmanagement-Tool alle relevanten Informationen zur Batterieladung und Klimatisierung.

Als zweiten, spezifischen Dienst für batterieelektrische Transporter bietet Mercedes PRO connect den Service „Intelligentes Lademanagement“[7] an, bei dem Flottenmanager eine Elektrofahrzeugflotte gestaffelt laden und die notwendige elektrische Anschlussleistung minimieren können. Zudem lassen sich Einstellungen zur Abfahrtszeit und Vorklimatisierung vom Flottenmanager über das Fahrzeugmanagement-Tool vornehmen und vom Fahrer über die Mercedes PRO connect App abrufen. Die intelligente Infrastruktur nimmt diese Werte auf und startet daraufhin gestaffelt das Aufladen und die Vorklimatisierung der Elektrofahrzeuge[8].



[1] Die Reichweite wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Die Reichweite ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration.
[2] Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann ggf. abweichen.
[3] Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Der Stromverbrauch ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration, insb. von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung.
[4] Die Ladezeiten entsprechen 0-100 % Vollladung bei Verwendung einer Wallbox oder öffentlichen Ladestation (AC-Anschluss mit mindestens 7,4 kW, 16 A pro Phase)
[5] Die intelligente Ladelösung mit Beratung zum Dienst „Intelligentes Lademanagement“ wird zunächst nur in Deutschland angeboten.
[6] Die Mercedes PRO App darf nicht während der Fahrt bedient werden. Ansonsten besteht die Gefahr, vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu werden und sich oder Dritte hierdurch zu gefährden. Nutzer beachten bitte auch die gesetzlichen Bestimmungen des Landes, in dem sie sich gerade aufhalten.
[7] Der Dienst „Intelligentes Lademanagement“ ist nur in Deutschland verfügbar. Weitere Märkte folgen sukzessive.
[8] Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes ist eine passende Ladeinfrastruktur am Standort. Weitergehende Informationen erhalten Anwender unter folgendem Link: https://www.jetzt-elektrovan.mercedes-benz.de/

Quelle: Mercedes-Benz AG