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Marijke Amado begeisterte im Autohaus Peter mit „lecker“ Geschichten

Mit Herz, Charme & Humor am laufenden Band

Dienstag, 17. September 2019, 17:03 Uhr
Im lockeren Dialog mit Daniel Kemp schlug Marijke Amado die Brücke von einem sehr ernsten Thema hin zur humorvollen Plauderei über ihr Leben in den Medien.

SONDERSHAUSEN. Es waren zwei Stunden voller Humor, wie es sich die Fans gewiss erträumt hatten. Mit der psychologischen Verarbeitung ihrer Erlebnisse mit den Männern für beinahe jeden von ihnen hat sie im Garten ein Schweinchen postiert traf Marijke Amado punktgenau den Nerv der Gäste. Und die waren gestern Abend im Autohaus Peter nicht nur weiblich.

Der Hintergrund des vergnüglichen Abends mit Lebensbeichten „Man nannte mich Chaos-Lilly“ war ein ernster. Marijke Amado wollte dem guten Zweck dienen und alle Einnahmen dem Mukoviszidose Selbsthilfe e.V. spenden. Dazu verhalf ihr natürlich auch ihr neues Buch „Frauen in den Medien: Immer schön gelassen bleiben!“, das sie zuerst vorstellte und anschließend handsigniert verkaufte. Dazu gab´s Fotos, Selfies und jede Menge liebe Worte.

Natürlich kann jeder (Medien-)Mann denken: ´Jetzt gibt´s eins auf die Zwölf´, wenn er den Titel liest. Doch Marijke nimmt sie alle mit Humor: Die Machos, die Förderer, die Ignoranten und auch die Verehrer. Alle, die sie, die kleine Frau, auf ihrem Weg, ganz groß zu werden, begleiteten, werden bedacht.

So berichtet die Powerfrau über ihre Anfänge als Assistentin von Rudi Carrell, bei deren erster Sendung die ganze Verwandtschaft vor dem Fernsehgerät saß und der Vater plötzlich rief: „Da ist sie “ und man sah nur eine weibliche Hand, die ein Glas Wasser reichte.

Nicht weniger humorvoll ihre Erlebnisse als Animateurin bei Neckermann, für dessen enttäuschte Reisegruppe sie in Spanien aufgrund überbuchter Hotels mal eben ganz spontan einen improvisierten Stierkampf organisierte mit den Touristen als Hauptdarstellern.

Sie erzählte, dass sie immer wieder von außergewöhnlichen Ereignissen „im Tempel haben zwei gepoppt und promt ist ein Buddha umgestürzt“ „in Skri Lanka stieß ein wildgewordener Elefant einen Bus um und zwei Menschen überlebten das nicht“ „Hannelore Kohl maßregelte mich wegen meiner Schnürstiefel und fragte: Wie sehen Sie denn aus?“ „auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch bei Dr. Thoma (RTL) hatte mein Lippenstift den Weg aus der Handtasche gesucht und unter meinem Hinterteil dem weißen Kleid den letzten Farbtupfer verpasst“ begleitet wurde und so den Namen „Chaos-Lilly“ erhielt, aber aufgrund ihrer humorvollen Kreativität und Ehrlichkeit doch auch den Respekt der Menschen und speziell der Männer gewann. „Nach zwei Minuten bei Herrn Thoma hatte ich den Vertrag für die ´Mini Playback Show´in der Tasche und es wurde ein Riesenerfolg."

Mit Händen und Füßen zeichnete sie sowohl ihren überdimensionalen Schwangerschaftsbauch mit 5,5 Kilo-Baby Kai (sie ist 1,60 Meter klein) nach und markierte in fröhlicher Halbgrätsche die Folgen ihrer ersten Tanzversuche bei „Let´s dance“, die sie „mit Rücken“ und Blessuren überlebte. Am Ende schaffte es die von der Männerwelt nicht immer auf Händen getragene Marijke, ihrem „Raritätenkabinett“ der drei Verflossenen noch etwas Positives abzuringen. „Von jedem Mann hab ich etwas Gutes: vom ersten meinen Namen AMADO, vom zweiten mein tolles Kind (Sohn Kai, heute 33) und vom dritten ..? Da war nichts mehr übrig, der hat alles mitgenommen.“ Kandidat 3 lieferte ihr stattdessen, ohne es zu wissen, die Steilvorlage für ihren Bestseller „Mr. Bink“.

So plauderte Marijke Amado aus ihrem Leben mit Männern, TV und Medien. Sie habe sie alle verewigt, denn für jeden habe sie sich ein Schweinchen zugelegt. „Im Garten stehen jetzt 39, alle aus Beton oder Metall, eins kleiner, andere wiederum groß. Das größte steht dort, wo mein Hund immer pupst. Und immer wieder blicke ich im Winter hinaus und denke: ´Ihr müsst frieren, Ihr armen Schweine. Ich sitze im Warmen und habe es gut!“

Gut hat sie es, denn sie kommt in den Herzen der Menschen an; in fröhlichen, aber auch in ersten Momenten. Und wer Marijke Amado bis gestern nicht kannte, ist nun ihr Fan. - „Erzählen Sie allen Freunden, dass sie heute hier echt was verpasst haben“, kokettierte sie am Schluss. „JA, recht hat sie“, war sich die köstlich amüsierte Gästeschar im Autohaus Peter einig.

Ein besonderes Dankeschön geht an Daniel Kemp, den Vorstandsvorsitzenden des Mukoviszidose Selbsthilfe e.V., für seine Vermittlung und charmante Moderation.