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Mercedes-Autohaus in Heiligenstadt war gestern Gastgeber

Plädoyer für den Diesel beim Unternehmerfrühstück

Freitag, 29. März 2019, 16:47 Uhr
Matthias Eckle (hinten Mitte) traf den Nerv der Mittelständler, denn er sprach sich eindeutig für den Diesel aus.

HEILIGENSTADT. Totgesagte leben länger! Unter dieser Prämisse waren sich nicht nur rund 70 Unternehmer aus Nordthüringen, sondern auch die Hausherren Helmut und Andreas Peter und Gastredner Matthias Eckle, Verkaufsmanager Pkw des Mercedes-Benz-Vertriebs Deutschland, beim gestrigen Unternehmerfrühstück über die Zukunft des Diesels einig. Sie hatten sich auf Einladung des BVMW eingefunden, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit stichhaltigen Argumenten führte Matthias Eckle einen Feldzug für den Diesel. „Kein anderes Land führt eine derart hysterische Debatte um den Diesel wie Deutschland!“ Dabei produziere ein Diesel weniger CO² als ein Benziner, vergleiche man den Schadstoffausstoß im Verhältnis zum Verbrauch. Gerade im Nutzfahrzeugsegment gebe es zum Diesel derzeit keine Alternative. Hier seien die Motoren dank AdBlue-Zusatzes so modern und umweltfreundlich wie nie zuvor.

Genau so wenig wie in Nutzfahrzeugen könne man in Schiffen und Baumaschinen auf Dieselmotoren verzichten. Jedoch sei von ihnen in der öffentlichen Debatte keine Rede. „Sehr deutsch“ sei die Kampagne gegen den Diesel geführt.

Dass auch die Daimler AG Klimaziele unterstützt, belegte der Verkaufsmanager mit folgenden Fakten: Bis 2025 sollen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge 15 bis 20 Prozent des Umsatzes ausmachen. Ein ebensolcher Prozentsatz sei für den Umsatz von Hybridfahrzeugen anvisiert.

Als positives Beispiel führte Eckle den smart an, den es künftig nur noch als Elektrofahrzeug geben werde. Mit 160 km Reichweite sei er prädestiniert für den Verkehr in Großstädten.

Ein weiteres Thema seien Brennstoffzellen. Nur in Großstädten der Rhein-Main-Metropole gebe es schon jetzt die erforderliche Infrastruktur: Wasserstofftankstellen und qualifizierte Techniker im Service. Hier könne man Hybridfahrzeuge gut verkaufen.

Dem Plädoyer für den Diesel folgte auch Geschäftsführer Helmut Peter von der gleichnamigen Autohaus-Gruppe, der sein Heiligenstädter Mercedes-Haus dem BVMW und dessen Mitgliedern gern zur Verfügung gestellt hatte. Peter glaubt derzeit nicht an eine Zukunft ohne Dieselfahrzeuge. Damit traf auch er den Nerv vieler mittelständischer Unternehmer, deren Flotten gerade auf diesem Segment basiere.

In anschließenden Gesprächen vertieften die Teilnehmer ihre Eindrücke und nutzten die Gelegenheit, sich für das Eichsfeld als starke Wirtschaftskraft zu positionieren. Bürgermeister Thomas Spielmann erklärte, dass die Stadt bevorzugt einheimische Mittelständler mit Gewerbeflächen bediene. Sie seien die Stütze der Wirtschaft. An auswärtigen Unternehmen der Logistik- und Onlinebranche sei man nicht interessiert.